Thementag 2026 - Fast Fashion
Erster Teil Thementag: Der Film "Fashion reimagined"
Er begleitet die Designerin Amy Powney auf ihrem Weg, eine wirklich nachhaltige Modelinie zu entwickeln. Sie versucht, ein Kleidungsstück vom Baumwollfeld bis zum fertigen Produkt vollständig transparent und umweltfreundlich herzustellen.
Der Film zeigt die Herausforderungen der Modeindustrie: lange Lieferketten, Umweltbelastung und schlechte Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig macht er deutlich, wie schwierig es ist, nachhaltige Mode zu produzieren, aber auch, dass Veränderungen möglich sind.
Kernaussage: Nachhaltige Mode braucht faire Arbeitsbedingungen, umweltfreundliche Materialien und transparente Lieferketten – und bewusste Kaufentscheidungen der Konsumentinnen und Konsumenten.
Zweiter Teil: Apéro und Gespräch mit Ursula Jakob von Mode Jakob, Ins und Christian Eckerlein von Public Eye.
Im Gespräch beschreiben beide Ihre Sicht auf die Modebranche. Wir sind Teil eines weltweiten Systems, das wir dringend ändern müssen.
Was ist das Problem:
Kleidermüll in der Schweiz
- In der Schweiz werden jedes Jahr rund 100'000 Tonnen Kleidung und Textilien entsorgt.
- Pro Person fallen etwa 11–15 kg Altkleider pro Jahr an.
- Ein Teil wird wiederverwendet oder recycelt, doch viele
Kleidungsstücke werden verbrannt oder ins Ausland
exportiert, wo sie ebenfalls oft im Abfall landen oder einfach in die Natur geworfen werden. Zum Beispiel in der Attacama Wüste, oder in Ghana, - Hier kannst du die Recherche von Public Eye lesen dazu
Problem von Fast Fashion
- Kleidung wird sehr billig und schnell produziert.
- Es werden viele Rohstoffe, Wasser und Energie verbraucht.
- Die Herstellung verursacht hohe CO₂-Emissionen und Umweltverschmutzung.
- In vielen Produktionsländern arbeiten Menschen unter schlechten Arbeitsbedingungen und für niedrige Löhne.
Hier am Beispiel der "On" Schuhe aus der Schweiz. - Viele Kleidungsstücke werden nur wenige Male getragen und dann weggeworfen.
Was können wir tun?
Die Idee von Public Eye ist der Schweizer Modefonds: mehr dazu hier.
Ausstellung zum Thema:
mode macht geld – die globale Modeindustrie, mein Kleiderschrank und ich
«Solange diese umfassenden systemischen Lösungen noch nicht flächendeckend etabliert sind, ist ein bewusster Umgang mit unseren Textilien – von der Vermeidung unnötiger Käufe über die längstmögliche Nutzung bis hin zur informierten Entsorgung (differenzierter Umgang mit verschmutzten/kontaminierten Textilien, Abwägung beim Dilemma zerschlissener Kleidung) – der beste Beitrag, den wir als Konsument*innen leisten können.»